Eine Wordclock zeigt die Zeit nicht als Ziffern, sondern als leuchtende Wörter — „ES IST HALB DREI" statt 14:32. Das Konzept stammt ursprünglich von Biegert & Funk unter dem Markennamen "Qlocktwo", hat sich aber in der Maker-Szene als eines der beliebtesten Selbstbauprojekte etabliert.

Meine Uhr hängt seit 2016 im Wohnzimmer und läuft bis heute ohne Probleme. Wer ein Beispiel sucht: das Widget oben zeigt die aktuelle Uhrzeit — das ist live.

Dieses Projekt ist ein privater Nachbau nach der Vorlage aus dem Forum mikrocontroller.net — einer der umfangreichsten Ressourcen zu diesem Thema mit tausenden Beiträgen. Ich bin einer von vielen Nachbauern und erhebe keinen Anspruch auf die ursprüngliche Idee.

12-Stunden, 11×10 Zeichen

Es gibt zwei Varianten: 12-Stunden mit 11×10 Zeichen und 5-Minuten-Schritten, und 24-Stunden mit 18×16 Zeichen und minutengenauer Anzeige. Ich habe mich für 12 Stunden entschieden — die Buchstaben sind größer, von weitem besser lesbar, und ehrlich gesagt braucht eine Wohnzimmeruhr keine Minutengenauigkeit.

11×10
Zeichen-Raster
110 LEDs gesamt, 5-Minuten-Schritte + 4 Einzelpunkte
WS2812
LED-Typ
36 LEDs/m, Sonderabstand 27,8 mm — nicht Standard
STM32
Controller
STM32F103, programmiert per ST-Link
NTP
Zeitsync
ESP8266 holt die Zeit per WLAN — läuft seit Jahren ohne Drift
STM32F103 Controller ESP8266 WLAN DS3231 Echtzeituhr DS18B20 Temperatursensor AMS1117 3.3V Regler MDF Grundplatte Alu-Trägerplatte Diffusorfolie (Plexiglas matt) Edelstahl-Deckplatte 5V / 2A Netzteil

Was ich heute anders machen würde

Aufbauzeit waren ca. 8 Stunden — das klingt viel, aber der Großteil entfällt auf mechanische Arbeit: LED-Streifen zuschneiden, ausrichten, auf der Aluplatte fixieren, und dann sauber verdrahten. Die Elektronik selbst war der einfachere Teil.

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LED-Abstand ist kritisch

Für die 12-Stunden-Variante braucht man WS2812 mit 27,8 mm Abstand — das ist kein Standardmaß. Normstreifen mit 16,7 mm (60/m) oder 33,3 mm (30/m) passen nicht zum 11-spaltig-Raster. Das sollte vor der Bestellung klar sein.

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Diffusorfolie macht den Unterschied

Ohne Diffusor sieht man einzelne LED-Punkte statt gleichmäßig leuchtender Buchstaben. Die Dicke und der Abstand der Folie zur LED bestimmt wie weich die Ausleuchtung wirkt — hier lohnt sich Experimentieren vor dem finalen Zusammenbau.

Stromversorgung ordentlich planen

Bei voller Helligkeit (alle LEDs weiß) können WS2812 bis zu 60 mA pro LED ziehen — bei 110 LEDs theoretisch 6,6 A. In der Praxis sind es deutlich weniger (bunte Farben, nie alle gleichzeitig), aber das Netzteil sollte großzügig dimensioniert sein.

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NTP-Sync ist das beste Feature

Dass die Uhr sich selbst per WLAN stellt und nie manuell synchronisiert werden muss, ist im Alltag Gold wert. Nach Sommer/Winterzeit-Wechsel, nach Stromausfall — einfach wieder einschalten und fertig.

Ressourcen für den Nachbau

Eine vollständige Bauanleitung gibt es bei mikrocontroller.net — der Thread ist auf über tausend Beiträge angewachsen und beantwortet so ziemlich jede Frage die beim Nachbau auftaucht.

Fragen zum konkreten Aufbau? Ich beantworte sie gerne per E-Mail — kein Versprechen auf vollständigen Support, aber einfache Fragen zur Elektronik beantworte ich wenn ich Zeit habe.